Windkraft

6
Apr
2014

AUS für Himbergs Windpark

Damit leider auch ein schwerer Schlag für die Finanzen der Gemeinde Himberg.
Ich möchte mich an dieser Stelle vor allem bei den 1249 Befürwortern entschuldigen. Denn auch Sie alle werden in den kommenden Jahren mit einigen drastischen Erhöhungen und Einschränkungen bei öffentlichen Projekten konfrontiert werden.
Dass zusätzlich der Umsetzung der Energiewende in (Nieder)Österreich damit ebenfalls ein empfindlicher Rückschlag versetzt wurde, kommt leider noch dazu.
Bedanken möchte ich mich jedenfalls für das Engagement der Firma Ventureal. Ich kann Ihnen (und der Umwelt- und Energiebilanz) nur wünschen, dass an anderen Orten Vernunft vor Angst zum Zug kommt.
Von den erfolgreichen Gegnern und Bekämpfern des Projektes erwarte ich mir in den nächsten Jahren ähnlich viel Engagement bei der propagierten und vorgeschlagenen Energieeinsparung und ähnlich viel Engagement bei der Konsolidierung des Himberger Finanzhaushaltes.
Eine Idee haben Sie "abgeschossen" - jetzt ist die Zeit Ihre Ideen zu präsentieren!

20
Feb
2014

Termine!

Nun sind sie offiziell! Folgende Veranstaltungen zum Thema Windkraft wird es in der nächsten Zeit in Himberg geben:
  • Do., 6.März - 16:00-20:00
    Infoveranstaltung im Pfarrheim Velm

  • Do., 13.März - 16:00-20:00
    Infoveranstaltung im Volkshaus Himberg

  • Do., 20.März - 13:00-16:00
    Infoveranstaltung - Pfarrheim Velm

  • Mi., 26.März - 10:00-17:00
    Windpark Exkursion

  • Do., 27.März - 13:00-17:00
    Infoveranstaltung - Volkshaus Himberg

  • Fr., 4.April - 12:00-18:30
    Windpark Exkursion

  • So., 6.April
    Volksbefragung in Himberg, Velm & Pellendorf
Im Sinne "machen Sie sich selbst ein Bild", möchte ich Ihnen die Exkursionen ans Herz legen.

Und vorallem: Nutzen Sie Ihre Stimme am

Sonntag (6.April)!

Denn nur wer hingeht, darf/kann auch mitentscheiden!

18
Feb
2014

Gastbeitrag von Nicola Kokeisl-Sack: „Windkraft kostet doppelt“ und „Blackoutgefahr steigt“

Ja, es stimmt, dass Wind und Sonne zwar gratis verfügbar, aber nicht planbar sind und dass sich aus dieser Tatsache ein gewisser Bedarf nach Regelenergie ableitet, um Mangel- wie Überproduktion auszugleichen. Für diesen Redispatch, der durch die Netzwerkbetreiber erfolgen muss, benötigt man tatsächlich regelbare Kraftwerke. Geeignet sind zum Beispiel Dampfturbinenkraftwerke (deren Turbinen sich auch durch Gas antreiben lassen, welches aus Biomasse wie z.b. Hackschnitzeln, getrocknetem Stalldung, Heckenschnitt oder Biomüll erzeugt wird) oder Pumpspeicherkraftwerke (die aus heutiger Sicht die einzig sinnvolle Möglichkeit darstellen, überschüssigen Strom auch längerfristig in Form von Arbeit zu speichern, indem dieser dazu benützt wird, Wasser in höher gelegene Stauseen zu pumpen, welches bei Bedarf innerhalb von Sekunden wieder in die Tiefe stürzen kann, um dort eine Turbine anzutreiben und den Strom in Minutenschnelle wieder verfügbar zu machen). Zudem sind Windparks abschaltbar, wenn sie gerade nicht benötigt werden. Weiters werden die Stromnetze gerade ausgebaut und mittels moderner Kommunikations- und Vernetzungstechnologien „intelligenter“, also zu sogenannten „Smart Grids“ gemacht, um Angebot und Nachfrage besser erfassen und koordinieren zu können. Zum Ausgleich regionaler „Spitzen“ bzw. „Löcher“ besteht der Regelmarkt samt Energiebörse, wie bereits hier (ganz unten) beschrieben wurde. Um in der Literatur angemahnte potentielle Horrorszenarien zu verhindern, müssen diese „intelligenten Netze“, wie alle computergesteuerten Systeme im Internetzeitalter, natürlich sehr gut gegen Hackerangriffe geschützt werden.

Auch, wenn diese Entwicklung derzeit alles andere als abgeschlossen ist und man im Augenblick noch auf die von in Betrieb befindlichen kalorischen Kraftwerken erzeugte Energie zurückgreifen muss, so kann uns dies dennoch keine Ausrede dafür sein, die Energiewende gleich von vornherein „abzublasen“. Im Gegenteil, im Sinne des für alle Erdenbewohner (Mensch wie Tier) überaus wichtigen Klimaschutzes, der mit einer gravierenden Senkung von CO2-Emissionen einhergehen muss, sowie in Hinblick auf die zur Neige gehenden Rohstoffreserven ist es notwendig, einfach anzufangen und nach und nach so zügig wie möglich das System so umzustellen, dass innerhalb möglichst kurzer Zeit Atomenergie hoffentlich ganz und Energie aus fossilen Brennstoffen zumindest großteils überflüssig wird. Andernfalls wird der so gefürchtete „Blackout“ nicht zu einem möglichen, sondern zu einem unabwendbaren Szenario, welches genau dann eintritt, wenn die bisher genutzten Ressourcen verbraucht sind – und der/die eine oder andere von uns würde dieses dann dauerhafte Ereignis durchaus noch erleben.

Die notwendigen Neuerungen punkto Energieerzeugung stellen jedoch nur eine Hälfte der notwendigen Maßnahmen dar – die andere Hälfte bezieht sich auf den Energieverbrauch. Was diesen betrifft, werden wir alle unseren Beitrag leisten müssen, um auch unseren Kindern und Kindeskindern noch eine lebenswerte (Um-)Welt zu hinterlassen – aber das wäre wieder ein eigenes Thema…

13
Feb
2014

Warum wird nicht besser gespart?!

Hier nur ein kurzes Statment zum vielerorts gelesenen Einwand "man möge doch zuerst Energie sparen & nicht die Erneuerbaren - im besonderen die Windenergie - ausbauen".
Das folgende Bild ist dem NÖ Energiefahrplan 2030 entnommen (der im übrigen von allen Parteien im NÖ Landtag einstimmig beschlossen wurde!).

Energieentwicklung-in-NOE-bis-2030

Zu sehen ist, dass neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien auch ein Senken des Energieverbrauches vorgesehen und eingeplant ist.
Sparen ist also ohnehin geplant und eine wichtige Maßnahme!

Volksbefragung zur Windkraft

Nun ist sie auch bei uns fix. Es wird eine Volksbefragung zum Thema "Windpark" auch in Himberg geben. In der gestrigen Sitzung des Gemeinderats wurde unter anderem die Abhaltung einer Volksbefragung beschlossen. Das genaue Datum steht noch nicht fest, wird sich aber vermutlich mit dem der Volksbefragung in Münchendorf decken.
Das wichtigste wird jedenfalls die Beteiligung an diesem Volksentscheid werden. Denn:
Wer gar nicht erst hingeht, überläßt anderen wichtige Entscheidungen!

12
Feb
2014

Wie laut sind Windräder?

Liebe Leser!
Ursprünglich wollte ich hier einen umfassenden Artikel zum leidigen Thema Infraschall und Lärmbelastung durch Windräder verfassen. Im Zuge meiner Recherchen bin ich allerdings auf eine großartige Zusammenstellung gestoßen, auch die ich hier gerne verweise.
Infraschall durch Wind-Energie-Anlagen
Besonders aufschlussreich ist hier die Seite 3 mit diversen Grafiken beispielsweise
Infraschall
& auf Seite 4 vorallem die Schlussfolgerung, die ich hier gerne zitiere:
"...vorgeschriebenen Mindestentfernung zu Wohngebieten von mindestens 500 m keine Belästigung, Beeinträchtigung oder Gefährdung von Personen zu befürchten ist."

Weiterführend eine Studie des Bayrischen Landesamtes für Umwelt aus dem Jahr 2013.

11
Feb
2014

Wie groß ist ein Windrad?

Jeden Tag werde ich an unterschiedlichsten Stellen mit immer wieder tollen Fotos von Windrädern konfrontiert. Je nach dem ob diese von Windkraftgegnern oder Befürwortern sind, erscheinen dann die dargestellten Windräder entweder monströs oder geradezu verschwindend klein.

Zunächst: ja, die Windräder wird man sehen! Genauso übrigens wie Schornsteine, Hochhäuser, Flugzeuge, ... Nur: wie groß diese tatsächlich auch zu sehen sind, wird leider von beiden Seiten nur unzureichend und vor allem nicht objektiv dargestellt. Darum gibt's hier für Sie eine Anleitung, wie sich sich selbst ein Bild machen können!
  1. Drucken Sie das Windrad-1-zu-1000 (pdf, 27 KB) aus - auf einem A4-Blatt.
  2. Wenn Sie's besonders realistisch haben wollen (oder vielleicht mal mit Kindern basteln wollen :), können Sie das Windrad auch ausschneiden.
  3. Befestigen Sie das Windrad in der Höhe Ihrer Augen (ja, man muss das Modell für jede Person, die sich ein Bild machen möchte, in einer anderen Höhe aufhängen!)
  4. Wichtig! Jetzt gehen sie so viele Meter weg, wie viele Kilometer das Windrad von Ihnen entfernt aufgestellt werden könnte!
    Das sind mindestens 1,2 Meter. Falls Sie keine genaue Entfernung ermitteln können, nehmen Sie ca. 3 Meter als Durchschnittswert an
  5. Nun sehen Sie ein potentielles Windrad in der richtigen Größe! Natürlich hinter diversen Nachbarhäusern, Bäumen, Sträuchern, ...!
Alternativ zu 1. & 2. (wenn Sie nicht Drucken können/wollen, ...) können Sie zum Beispiel einen 20cm langen Bleistift als Modell verwenden!

10
Feb
2014

Die einzigen Punkte, die eine Diskussion wert sind

Zu diesen haben wir auch eine Meinung, die wir auch gerne bereit sind zu vertreten (und auch persönlich dahinter zu stehen).
  1. Das veränderte Landschaftsbild – die Windräder schauen nicht schön aus?!
    Zunächst liegt Schönheit im Auge des Betrachters. Ich persönlich finde Windräder an sich durchaus ästhetisch. Sie zeigen mir jeden Tag, dass das bischen Wind soviel Kraft mit sich führt, dass wir all unsere elektrischen Annehmlichkeiten behalten können und trotzdem die Umwelt nicht belasten.
    Der Vergleich macht mich sicher. Ich möchte lieber einen Horizont mit sich sanft drehenden Windrädern haben als einen Hintergrund mit rauchenden kalorischen Kraftwerken oder Industrien. Jeder, der schon mal Richtung Schwechat geschaut hat, sollte verstehen, was ich meine. Und wenn wir auch durch das Aufstellen von ein paar Windrädern die Raffinerie noch nicht obsolet machen, so ist das ein Schritt in die richtige Richtung – und das ist wichtig für unsere Kinder!
  2. Die Finanzierung – wer bekommt wie viel Geld
    Ja, man hätte die Windräder auch anders finanzieren können und so mehr für die Gemeinde (die Bewohner Himbergs) lukrieren können. Beispielsweise dadurch, dass man selbst die Windräder betreibt. Dieser Zug ist allerdings abgefahren und wäre möglichweise gar nicht so erstrebenswert gewesen.
    Dadurch hätte man nämlich auch das gesamte Risiko getragen und die gesamte Abwicklung erledigen müssen. Durch das Modell mit einer Betreibergesellschaft bleibt das gesamte Risiko bei dieser und die Gemeinde bekommt einfach Geld für das zur Verfügungstellen der Standorte. Außerdem hat die Betreibergesellschaft bereits Erfahrung mit anderen Windparks und kennt bereits Tücken und Hindernisse.
    Und ja – die Grundbesitzer, auf deren Gründen die Windräder schließlich errichtet werden, bekommen auch Geld. Und ich bin es ihnen auch nicht neidig. Das ist ein Geschäft zwischen den Betreibern und den Bauern. Wenn sie viel bekommen – schön. Wenn sie wenig bekommen – auch schön.

Warum eigentlich gar nicht dagegen argumentiert werden sollte!

Die Windkraftgegner „argumentieren“ im Stil von Verschwörungstheorien. Hier wird stark mit Ängsten und Glaubenssätzen gearbeitet. Beide können rational kaum widerlegt (allerdings auch kaum bewiesen!) werden. Mit einer sachlichen Auseinandersetzung hat dies allerdings nichts zu tun. Sich hier auf eine Diskussion einzulassen ist ähnlich erfolglos wie einem Anhänger einer Verschwörungstheorie „nachzuweisen“, dass die Wahrheit möglicherweise einfacher ist, als er glaubt.

Um hier allerdings nicht „kampflos aus dem Ring zu steigen“, sind hier einige Überlegungen die zum Nachdenken anregen sollen.

Machen Sie sich selbst ein Bild!
  • Es hat sich hier eine „Bürgerinitiative“ formiert. Welche Bürger eigentlich? Diese Bewegung erscheint ziemlich anonym und gesichtslos. Warum wohl?
  • Es hat den Anschein, dass es sich bei den Gegnern um am Ortsrand zugezogene „Wochenend-Himberger“ handelt. Diese haben sich an Baggerseen häuslich eingerichtet und fürchten um ihre Aussicht. Dass sie selbst in einem infrastrukturell kaum erschlossenen Gebiet wohnen und daher alles mit dem PKW erledigen müssen, bedenken sie nicht. Ebensowenig, dass die Bungalows neben einem Baggersee auch nicht gerade eine Zierde der Landschaft sind.
    Aber sie sind jetzt da und jetzt hätten sie's auch gerne so wie's immer schon war.
  • Die Unterschriften-Sammelaktion war/ist geprägt von „Drückermethoden“, die eigentlich nur zu verurteilen sind und im üblichen Geschäftsgebaren zum Glück mittlerweile verboten sind.
  • Wodurch zeichnet sich eigentlich besagte „Bürger“initiative aus? Was macht sie zu „pro Mensch“? Sie sollten sich eher „kontra saubere Energie“ nennen – das wäre wenigstens ehrlich!
  • Mit gesundheitlichen Bedenken zu „argumentieren“ ist die übelste Form der Panikmache. Wie bereits in diversen Interviews erwähnt, erzeugen gerade diese Bedenken selbst die gesundheitlichen Probleme!

Richtigstellungen zu kolportierten "Argumenten" der Initiative pro-mensch

Die folgenden Statements sind der Webseite der Windkraftgegner entnommen (zuletzt abgerufen am 10.2.2014 um 06:00). Zu JEDEM der angeführten Punkte existiert eine Richtigstellung, die unterhalb zu lesen ist.
Machen Sie sich selbst ein Bild!

Ohne Windkraft gibt es Atomstrom
Falsch! Denn Österreich hat beschlossen, dass ab 1.1.2015 absolut kein Atomstrom mehr nach Österreich importiert werden darf.
Im Moment liegt der Anteil beim Strombedarf für die Industrie bei 3-6%. Das ist bedauerlich, aber es gibt ja auch (große) Anbieter die 100% Ökostrom aus z.B. Wasserkraft garantieren.

Richtigstellung: Ohne erneuerbare Energien (und den Ausbau derselben) bleiben wir (und damit meine ich die Himberger, Österreicher, Europäer und Menschen) von fossilen Energieträgern (=Erdöl, Erdgas) und eben auch Atomstrom abhängig.
Unser Energiebedarf wird kaum geringer werden und schließlich muss die Energie irgendwo erzeugt werden. Und auch wenn Österreich beschließt, dass kein Atomstrom importiert werden darf, so existiert immer noch ein europaweites Stromnetz, in dem Österreich keinen Inselbetrieb darstellen wird.
Windkraft (Energiegewinnung aus Wind) ist ein Teil des sinnvoll nutzbaren Mixes aus erneuerbaren Energien. Und diese Windkraft kann man bei uns (Industrieviertel) gut nutzen, da hier eben der Wind weht.

Windstrom beeinträchtigt nicht die Umwelt
Falsch! Denn abgesehen von der optischen Beeinträchtigung wird pro Windrad ein etwa 30m tiefes (inkl. Pylonen) Fundament mit bis zu 1.400 m3 Stahlbeton benötigt. Windräder sind laut Kronen Zeitung außerdem schon jetzt jährlich für den Tod von etwa 20.000 Vögel verantwortlich. Und über mögliche, gesundheitliche Auswirkungen auf uns Menschen wird von Ärzten und Institutionen ebenfalls bereits berichtet. Vor 30 Jahren wusste man auch noch nicht, dass Tabak gesundheitsschädlich ist und wie ist der Wissenstand heute? Deshalb fordern wir größere Abstände bis es Langzeitstudien gibt und negative Beeinträchtigung auf uns Menschen 100% ausgeschlossen ist.

Richtigstellung: Die optische Beeinträchtigung liegt immer auch im Auge des Betrachters. Zudem ist das Landschaftsbild auch Gewohnheitssache. So haben um die Jahrhundertwende Zeitgenossen das Verschwinden der Windmühlen(!) beklagt.
Das Argument, die Fundamente würden die Umwelt schädigen, ist in dieser Form unhaltbar. Denn: jedes Haus - mit oder ohne Keller - versiegelt den darunter liegenden Boden und erstickt somit das Leben darunter. Und zwar egal, wie tief gegraben wird!
Ja, wir (Himberger und alle anderen Menschen auch) hinterlassen einen Fußabdruck auf unserer Welt. Doch wie groß dieser ist, ist die entscheidende Frage. Und Windräder haben im Vergleich zu der gelieferten Energie einen äußerst kleinen ökologischen Fußabdruck!
Was den Tod der Vögel betrifft, so verweisen wir gerne auf einen – auch auf unserer Facebook-Seite verlinkten – Artikel einer Vogelschutzorganisation, die selbst ein Windrad aufstellt. Deren Argument ist einfach wie einleuchtend: durch die Vermeidung von CO2 werden viel mehr Vögel gerettet als durch das Windrad je ums Leben kommen.
Außerdem: was sind das für Zahlen? 20.000 Vögel jährlich & weltweit? Bei 200.000 Windrädern 2012 (Quelle: Wikipedia) sind das pro 10 Windräder 1 Vogel pro Jahr. Dem gegenüber sterben täglich(!) in Europa(!) 250.000 Vögel durch Zusammenprall mit ruhenden Objekten (Quelle: ebenfalls Wikipedia & dort mit Verweisen auf internationale Studien).

Windstrom ist besser als Atomstrom
Stimmt. ABER: Noch besser ist z.B. Strom aus Wasserkraft. In Österreich werden derzeit 60% des Stroms mit Wasserkraft produziert. Würden unsere bestehenden Wasserkraftwerke modernisiert werden, könnten wir möglicherweise sogar 100% des Stromes mit Wasserkraft abdecken. Im Vergleich dazu sind die momentanen 4% aus Windkraft gerade zu vernachlässigbar, vor allem dann, wenn man die Beeinträchtigung unserer Natur sieht.

Richtigstellung: Aha! Also Windkraft bei uns nicht, aber Wasserkraft woanders ausbauen?! Na, da wären wir neugierig, wenn im Himberger Ortsgebiet ein Wasserkraftwerk geplant werden würde, wie schnell sich hier die Gegner formieren würden.
Es scheint hier eher nach dem Floriani-Prinzip „argumentiert“ zu werden („Alles toll, aber nicht bei uns, sondern beim Nachbarn!“).
Und die momentanen 4% aus Windkraft sind deswegen nur 4% (und damit vernachlässigbar), weil den Menschen oft mit unsachlichen Halbinformationen Angst gemacht wird, und dadurch versucht wird zu verhindern, dass es mehr werden. Denn Potential hätte die Windkraft in Österreich (im besonderen in Niederösterreich) mehr als genug.

Windkraft kommt unseren Kindern zu Gute
Wir produzieren also jetzt schon den Strom für unsere Kinder? Wo wird er aufgehoben?
Die Wahrheit ist: Windkraft kommt vor allem den Betreibern, den Grundeigentümern und Gemeindekassen zu Gute.

Richtigstellung: Ja, Windkraft und der Ausbau der erneuerbaren Energien kommt unseren Kindern zu Gute. Denn diese werden nicht mehr auf die (un-)erschöpflichen Ressourcen der fossilen Energien (=Erdöl, Erdgas) zurückgreifen können. Und werden dankbar sein, wenn wir eine Umwelt hinterlassen, in der einerseits ausreichend Energie verfügbar ist (niemand mag zurück in die Steinzeit!) und andererseits die Luft nach wie vor sauber ist. Beispiele aus Asien zeigen, wie Energie auch erzeugt werden kann – und das wollen nicht einmal die Gegner der Windkraft. (Suchen Sie beispielsweise nach Bildern zu „Peking“ & „Smog“)

Windstrom ist billig
Falsch! Denn ein Windrad kostet bis zu 5 Millionen Euro, ohne dazugehörige Leitungen und Umspannwerke. Die Kosten dafür, sowie die Kosten für den Betrieb wird aus dem Ökotopf bezahlt den wie Bürger füttern! Außerdem: „Normaler“ Strom kostet uns im Moment ca. 4 Cent pro kw/h, geförderter Windstrom hingegen 9,5 Cent. Soviel zu billiger …

Richtigstellung: In den besagten „Ökotopf“ zahlen ohnehin alle Bürger (Österreicher) ein. Die HimbergerInnen haben einfach die Chance aus diesem Topf etwas zu bekommen. Fein, oder?
Und wieder diese Zahlen! 4 Cent/kWh? Als privater Nutzer bezahlt man derzeit etwas mehr als 15 Cent/kWh.
Was die Produktionskosten betrifft, gilt hier eine ganz andere Rechnung. In dieser steigen nämlich nach heutiger Sichtweise die Kraftwerke auf Basis fossiler Brennstoffe eindeutig am besten aus. Und zwar schlicht und einfach deswegen, weil diese Brennstoffe sehr billig verfügbar sind. Nur leider begrenzt! Erneuerbare Energien sind allerdings (wie schon aus dem Namen hervorgeht) immer wieder neu verfügbar und damit kein Raubbau an der Natur, sondern die Nutzung der Ressourcen, die uns die Sonne täglich an neuer Energie liefert.

Wir brauchen Windstrom, sonst kommt bald kein Strom mehr aus der Steckdose!
Falsch! Denn Österreich produziert bereits so viel Ökostrom, dass wir diesen zu Spitzenzeiten unter dem Marktpreis in das Ausland verkaufen müssen.

Richtigstellung: Erstens: der Strom kommt nicht einfach aus der Steckdose, sondern muss auf irgendeine Art und Weise erzeugt werden. Das geschieht in Kraftwerken. Diese basieren entweder auf Ressourcen der Erde (diese sind begrenzt und gehen laut diverser Studien in absehbarer Zeit zur Neige), oder auf den täglich neu gelieferten Energien der Sonne (ja, auch Windkraft kommt eigentlich von der Sonne!) - diese gehen nämlich nicht zur Neige!
Was sogenannte Überproduktionen betrifft, so gibt es europäische Strombörsen, in denen mit Strom gehandelt wird – und zwar immer zum Marktpreis (der entsteht ja genau dort!). Und zwar wird gehandelt, um eben immer die richtige Menge an Strom verfügbar zu machen, damit jeder von uns Fernseher, Waschmaschine, … zu jeder Zeit aufdrehen kann. Und Österreich kauft und verkauft an diesen Strombörsen.

Wir warten auf den Entscheid des Landes (voraussichtlich Mai 2014), vorher passiert eh nichts
Falsch! Die Gemeinden verschweigen, dass es bereits teilweise fix fertige Verträge gibt, die zum Großteil auch schon unterschrieben sind. Auch an der Umweltverträglichkeitsprüfung wird bereits heftig gearbeitet, um möglichst schnell alles unter Dach und Fach zu bringen, bevor der Widerstand zu groß wird.

Richtigstellung: Nachdem die Initiative Pro Mensch offensichtlich Zugang zu kolportierten Geheimverträgen hat, wäre es natürlich hilfreich, diese nicht nur vage zu erwähnen, sondern auch zu benennen, wörtlich zu zitieren oder zu verlinken.
An den konkreten Umweltverträglichkeitsprüfungen kann nicht gearbeitet werden, da es keine konkreten Standorte gibt. Ja, selbstverständlich wurden die im Zonenplan bezeichneten Gebiete im Vorfeld geprüft, ob hier überhaupt Windräder gebaut werden könnten.
Trotzdem muss jedes einzelne Windrad durch ein UVP-Verfahren geprüft werden, damit auch sicher keine Beeinträchtigung der Umwelt entsteht. Dort wird die Zahl der möglichen Windräder wieder reduziert werden.

Durch die Windräder bekommt die Gemeinde eine Wertschöpfung
Stimmt! Aber: die bezahlen wir selbst! In den betroffenen Gemeinden gibt es ca. 10.000 Haushalte. Diese Haushalte bezahlen 2013 650.000,- Euro, 2014 werden es 830.000 Euro und 2017 sogar 1 Million Euro an Ökostrom Förderung sein.
Daraus wird die „Wertschöpfung“ der Gemeinde gewonnen die wozu gebraucht wird? Um Budgetlöcher zu stopfen?

Richtigstellung: Die besagte Ökostromförderung bezahlen die angesprochenen Haushalte sowieso. In Himberg (und Umgebung) haben wir die Möglichkeit (hauptsächlich durch Windenergie) Geld aus diesem Topf zu erhalten. Mit Wasserkraft wird das bei uns wohl kaum gelingen – der kalte Gang reicht kaum für ein Wasserkraftwerk!
Wozu das Geld in der Gemeinde verwendet wird, ist ein ganz anderes Thema und hat in der Diskussion über Windräder nichts verloren!

Der Strom ist für unsere Gemeinde
Falsch! Der Strom von den Windkrafträdern wird in das europäische Gesamt-Stromnetz eingespeist. Das Einzige, das wir davon mit Sicherheit haben, ist eine beeinträchtigte Natur und die mögliche Gefährdung unserer Gesundheit.

Richtigstellung: zum Thema der möglichen Gefährdung der Gesundheit: bitte um konkrete und nachgewiesene Punkte (Zum Beispiel sind Beeinträchtigungen durch Infraschall nicht nachgewiesen bzw. es ist nach derzeitigem Stand der Wissenschaft nachgewiesen, dass der Schall unterhalb der Wahrnehmungsschwelle ist!). Angst machen alleine bringt hier niemanden weiter (nach dem Motto: „wir wissen nicht, ob's nicht doch gefährlich ist, und deswegen fürchten wir uns präventiv“).
Und ja, der Strom wird (wie jeder andere Strom, der erzeugt wird) in ein gemeinsames europäisches Netz eingespeist. Daher sind Aussagen wie „wir haben keinen Atomstrom in Österreich“ falsch, irreführend und sinnfrei. Ebenso sind auch „Argumente“ wie „ob in Frankreich der Strom aus Atomenergie kommt, kann uns egal sein“ blanker Unsinn.

Die Gemeinde wird stromautark
Falsch! Das wäre zwar schön, ist aber mit Windkraft unmöglich. Denn wenn der Wind einmal nicht ausreichend weht, muss man den Strom von woanders beziehen. Oder baut sich die Gemeinde dann auch noch ein kalorisches Kraftwerk dazu?

Richtigstellung: es würde nach Errichtung der Windräder mehr Energie in Himberg erzeugt werden, als in Himberg verbraucht wird. Mit Autarkie hat das nur wenig zu tun. Siehe auch „Europäisches Stromnetz“. Es gibt keine Autarkie innerhalb des europäischen Stromnetzes (von ein paar wenigen privaten Inselbetreibern abgesehen). Damit ist auch der Wunsch danach sehr blauäugig.
Und weil der Wind nicht immer überall ausreichend weht, brauchen wir das europäische Stromnetz, damit Ungleichheiten hier ausgeglichen werden können. Und wir brauchen einen Mix aus verschiedenen Formen von Energieerzeugung – erneuerbarer Energieerzeugung!

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