18
Feb
2014

Gastbeitrag von Nicola Kokeisl-Sack: „Windkraft kostet doppelt“ und „Blackoutgefahr steigt“

Ja, es stimmt, dass Wind und Sonne zwar gratis verfügbar, aber nicht planbar sind und dass sich aus dieser Tatsache ein gewisser Bedarf nach Regelenergie ableitet, um Mangel- wie Überproduktion auszugleichen. Für diesen Redispatch, der durch die Netzwerkbetreiber erfolgen muss, benötigt man tatsächlich regelbare Kraftwerke. Geeignet sind zum Beispiel Dampfturbinenkraftwerke (deren Turbinen sich auch durch Gas antreiben lassen, welches aus Biomasse wie z.b. Hackschnitzeln, getrocknetem Stalldung, Heckenschnitt oder Biomüll erzeugt wird) oder Pumpspeicherkraftwerke (die aus heutiger Sicht die einzig sinnvolle Möglichkeit darstellen, überschüssigen Strom auch längerfristig in Form von Arbeit zu speichern, indem dieser dazu benützt wird, Wasser in höher gelegene Stauseen zu pumpen, welches bei Bedarf innerhalb von Sekunden wieder in die Tiefe stürzen kann, um dort eine Turbine anzutreiben und den Strom in Minutenschnelle wieder verfügbar zu machen). Zudem sind Windparks abschaltbar, wenn sie gerade nicht benötigt werden. Weiters werden die Stromnetze gerade ausgebaut und mittels moderner Kommunikations- und Vernetzungstechnologien „intelligenter“, also zu sogenannten „Smart Grids“ gemacht, um Angebot und Nachfrage besser erfassen und koordinieren zu können. Zum Ausgleich regionaler „Spitzen“ bzw. „Löcher“ besteht der Regelmarkt samt Energiebörse, wie bereits hier (ganz unten) beschrieben wurde. Um in der Literatur angemahnte potentielle Horrorszenarien zu verhindern, müssen diese „intelligenten Netze“, wie alle computergesteuerten Systeme im Internetzeitalter, natürlich sehr gut gegen Hackerangriffe geschützt werden.

Auch, wenn diese Entwicklung derzeit alles andere als abgeschlossen ist und man im Augenblick noch auf die von in Betrieb befindlichen kalorischen Kraftwerken erzeugte Energie zurückgreifen muss, so kann uns dies dennoch keine Ausrede dafür sein, die Energiewende gleich von vornherein „abzublasen“. Im Gegenteil, im Sinne des für alle Erdenbewohner (Mensch wie Tier) überaus wichtigen Klimaschutzes, der mit einer gravierenden Senkung von CO2-Emissionen einhergehen muss, sowie in Hinblick auf die zur Neige gehenden Rohstoffreserven ist es notwendig, einfach anzufangen und nach und nach so zügig wie möglich das System so umzustellen, dass innerhalb möglichst kurzer Zeit Atomenergie hoffentlich ganz und Energie aus fossilen Brennstoffen zumindest großteils überflüssig wird. Andernfalls wird der so gefürchtete „Blackout“ nicht zu einem möglichen, sondern zu einem unabwendbaren Szenario, welches genau dann eintritt, wenn die bisher genutzten Ressourcen verbraucht sind – und der/die eine oder andere von uns würde dieses dann dauerhafte Ereignis durchaus noch erleben.

Die notwendigen Neuerungen punkto Energieerzeugung stellen jedoch nur eine Hälfte der notwendigen Maßnahmen dar – die andere Hälfte bezieht sich auf den Energieverbrauch. Was diesen betrifft, werden wir alle unseren Beitrag leisten müssen, um auch unseren Kindern und Kindeskindern noch eine lebenswerte (Um-)Welt zu hinterlassen – aber das wäre wieder ein eigenes Thema…
Martin Kaspar (Gast) - 19. Feb, 12:00

Warum nur?

Sehr geehrter Herr Sack,

mit großem Interesse und gleichzeitigem Entsetzen habe ich Ihre Meinung zu den geplanten Windkraftparks in Himberg und Umgebung gelesen.
Wir von Pro-Mensch akzeptieren die Meinung anderer Personen und kritisieren die auch nicht so wie Sie es tun.

Ich würde mich aber freuen, wenn die "Grünen" einmal über den Tellerrand hinaussehen würden.

Ich bin mir aber sicher, es wird die Zeit kommen, wo Sie sich für Ihr geglaubtes Wissen genieren und vieles hier gesagte revidieren werden.

In diesem Sinne wünsche in Ihnen alles Gute und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Martin Kaspar

Robert Sack - 20. Feb, 23:58

Was genau kann ich für Sie tun?

Da Sie zu meinen/unseren Texten Kommentare abgeben, gehe ich davon aus, dass Sie mir etwas mitteilen möchten. Leider kann ich Ihren Worten nicht entnehmen, was Sie mir eigentlich mitteilen wollen.
Daher meine Bitte: sagen Sie entweder was Sie möchten - sachlich, klar und direkt - oder sagen Sie nichts!
Und noch eine Bitte: sagen Sie was Sie wollen, nicht was Sie nicht wollen!
Martin Kaspar (Gast) - 21. Feb, 20:59

Sehr geehrter Herr Sack,

ich denke nicht, dass Sie nicht wissen was ich sagen möchte, ich denke, Sie möchten nicht hören was ich sagen möchte.

Mit freundlichen Grüßen,
Martin Kaspar

Robert Sack - 22. Feb, 14:28

Ein letztes Mal:

WAS MÖCHTEN SIE?
Martin Kaspar (Gast) - 22. Feb, 23:28

Warum so aggressiv Herr Bürgervertreter?

Versuchen Sie mein erstes Mail noch einmal zu lesen und zu verstehen, dann wissen Sie was ich mir als Bürger wünsche.

Keine Landschaftszerstörung und keine Gesundheitsgefährdung nur damit Energie weiter vergeudend anstatt eingespart wird.

Denn dann würden wir keine Windkrafträder bei uns brauchen die Sie sich so sehr wünschen. Ist doch nicht so schwer zu verstehen, oder?

Mit freundlichen Grüßen,
Martin Kaspar

Robert Sack - 23. Feb, 10:40

Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

Da Sie (wie Sie selbst behaupten!) meine Beiträge aufmerksam lesen, ist Ihnen sicherlich auch nicht der Beitrag vom 13.Februar entgangen (hier nochmal verlinkt). In dieser Stelle ist Ihr oben genannter Punkt besprochen. Wenn es also das ist was Sie möchten - danke an dieser Stelle, dass Sie nun konkret geworden sind - bin ich gerne für eine sachliche Diskussion zu haben.
Zusammengefasst:
Das Sparen von Energie ist ein Baustein der Energiewende (=Lebensstandard im wesentlichen erhalten und trotzdem die Natur so wenig wie möglich belasten).
Und im übrigen bin ich mir natürlich sicher, dass Sie persönlich bereits alle Energiesparmaßnahmen getroffen haben, die Ihnen möglich sind (z.B. wohnen im Mehrfamilienhaus, öffentliche Fortbewegung so oft wie möglich, ökologisches Konsumverhalten, Flugreisen minimieren, ...). Denn auch beim Energiesparen funktioniert das "Florianiprinzip" nicht, dass es zwar super ist, aber bitte zuerst sollen die anderen sparen!
Probieren Sie doch mal Ihren ökologischen Fußabdruck aus!

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